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03.2017

Sarell Britta

Unter der Apfelbaumallee

 

So oft bin ich durch sie gefahren –

unter den moosgrün leuchtenden

Zweigen der Märzensonne,

unter dem weißen Blütenhimmel,

zartrosa getupft im Mai,

unter dem kühlen Schatten

des grünen Sommerlaubes,

unter prallen, bunten Früchten,

ahnungsvoller Pracht zum Schluss.

Winterschlaf.

Ich hab sie gespürt, die Allee,

mit ihren dürren und dicken Jahren;

hab gespürt im fröhlichen

Gezwitscher, ihre ruhende Weite;

hab gespürt den Lauf der Linien

hin zu einem Punkt in der Ferne.

Noch hab ich den Punkt nicht erreicht.

Wie die Allee,

folge ich dem Jahreslauf

im Lebenskreis.

Erwache und schlafe,

erwache und schlafe.

Wenn ich den Punkt

der fliehenden Linien erreiche,

wird kein Raum mehr sein

noch Zeit.

 

Britta Sarell

 

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