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David Stutz

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David Stutz wurde am 16.5.1984 in Berlin geboren. Früh zeigte sich bei ihm ein Interesse an Musik und er begann im Alter von vier Jahren, Klavierstunden zu nehmen. 1992 entstand seine erste eigne Erzählung “Der Tod im Schiff”. In den Jahren 1993-1998 lebte er in Athen und erhielt Unterricht vom Konzertpianisten Uwe Matschke. Seine Kreativität betätigte sich im Zeichnen von Phantasie-Tieren, zu denen er genaue Beschreibungen von Lebensweise, Ernährung und Fortpflanzung frei erfand. In der Himmelkroner Zeit von Herbst 1998 bis Winter 2003 schrieb David Stutz seine Saga L.O.M am PC, die bei einem Festplattenwechsel verloren ging. Nur Garrets Albtraum ist noch als Ausdruck erhalten. Nach dem Umzug in das Haus in Presseck wurde er bei einem Dänemark-Urlaub zu der Geschichte “Ausweglos” inspiriert, die bisher fragmentarisch geblieben ist.

Die Magie des Gewöhnlichen

“Auton hat noch nie an übersinnliche Dinge geglaubt. Auton ist ein ganz gewöhnlicher junger Mann im Alter von 26 Jahren, der sich absolut mit seinem Körper identifiziert.”

Ausweglos

Es gibt Menschen, die glauben an fast alles. Sie glauben an Gott, den Teufel, Geister und Vorzeichen, sowohl gute als auch böse.

Es gibt Menschen, die glauben an nichts Übersinnliches. Sie glauben weder an Gott noch den Teufel. Weder an Hexen noch an Geister oder an Vorzeichen, weder gute noch böse. Auton Trott ist so eine Art Mensch. Auton hat noch nie an übersinnliche Dinge geglaubt. Für Auton existiert nur das, was er sehen kann, das was er hören kann, das was er riechen, schmecken und tasten kann. Auton ist ein ganz gewöhnlicher junger Mann im Alter von 26 Jahren, der sich absolut mit seinem Körper identifiziert.

An einem Spätsommerabend ging Auton nach der Arbeit wie gewohnt “Zum schwarzen Raben”, einem alten Pub, welchen er für gewöhnlich immer um diese Zeit bei Feierabend besuchte. Er hatte nicht viele Freunde und so suchte er ein wenig Gesellschaft, indem er in der meist besuchten Zeit eben jenen Pub aufsuchte.

Pit, der Barkeeper: Er kannte ihn. Pit war noch jung, auch wenn Auton nicht genau wusste wie jung. Er hatte ihn nie gefragt. Er tauschte mit Pit nie viele Worte, obwohl er diesen schon seit gut drei Jahren fast täglich sah. Auton schätzte Pit für etwa für Mitte dreißig. Pit war schon immer da. Der Pub gehörte eigentlich seinem Vater. Dieser war angeblich schwer krank, und so schmiss Pit den Laden. Niemanden interessierte es. Niemand fragte. Ob Pit´s Vater bei den alten Stammgästen bekannt war? Es ist anzunehmen. Pit´s Vater hatte mit Sicherheit einen Namen, aber man sprach nie über ihn. Pit wusste mit Sicherheit den Namen, aber auch ihn fragte man nie. Angeblich hatte Pit eine Familie, aber auch das interessierte niemanden. Er war einfach Pit der Barkeeper. Und sobald man die Bar verliess, hatte man ihn schon wieder vergessen.

Pit stand wie üblich rechts vom Eingang hinter der Bar. Trotz einiger Gäste hatte er nicht viel zu tun, sondern wischte gelangweilt die Theke mit einem grauen zerfransten Lappen. “Hi, wie geht´s!” grüßte Pit gelangweilt Auton. Es klang so, wie er es auch schon die letzten drei Jahre immer beim Betreten der Bar Auton zuwarf. Es war im Grunde nie eine Frage, sondern mehr eine Art Begrüßung.

 

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