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Dr. Eleonore Hohenberger

merkwürdige Reden von einem anderen Leben

“Vater lebt ja kaum noch! Was machen sie denn mit ihm bei seiner Arbeit?“

Ich heiße Dr. Eleonore Hohenberger und bin 1929 in München geboren. Nach kriegsbedingten Umwegen studierte ich an der Ludwig-Maximilian-Universität in München die Fächer Biologie, Chemie und Erdkunde. Mein Studium schloss ich ab mit dem Staatsexamen für das Höhere Lehramt und der Promotion zum Dr.rer.nat. mit einer Dissertation über die Physiologie von Wasserpflanzen.

Nach dem Studium arbeitete ich an den meeresbiologischen Instituten in Neapel und Messina. Anschließend war ich einige Jahre lang als Gymnasiallehrerin tätig. Seit 1959 wohne ich in Kulmbach, bin verheiratet und habe vier erwachsene Kinder.

Im Jahre 1975 nahm ich meine fachschriftstellerische Arbeit auf. Die Schwerpunkte meiner Veröffentlichungen liegen auf den Gebieten Ökologie, Gartenbau und Gesundheitsbildung, speziell Pflanzenheilkunde. Dies sind auch die Schwerpunkte meiner Vortragstätigkeit. Einige meiner Bücher wurden in mehrere Fremdsprachen übersetzt. Seit 1988 bin ich Autorin der Sendereihe „Gartenecke“ im Regionalfunk mit einem allwöchentlichen Beitrag. Auch im Fernsehen (ZDF, 3sat und BR) wurden mehrere Fachbeiträge von mir gesendet.

Von 1990-2002 war ich Mitglied des Kulmbacher Stadtrats.

Im Kulmbacher Literaturverein war ich von Anfang an mit großer Freude und mit Gewinn dabei.

hohenberger

Der Aussteiger
oder bestürzender Bericht über die Notwendigkeit seine Pflicht zu erfüllen
 
(Auszug)

Der Sohn mit der grauen Schulter war inzwischen ein rechter Lümmel geworden, wie seine Mutter schon vorher heimlich befürchtet hatte. Dieser Sohn betrachtete eines Tages sehr genau seinen Vater und sagte: „Aber er ist ja krank, er lebt ja kaum noch! Was machen sie denn mit ihm bei seiner Arbeit?“ „Das ist unterschiedlich,“ sagte die Mutter, „manchmal stechen sie ihn und er schläft, manchmal stechen sie ihn und er schreit vor Angst und einmal haben sie seinen Bauch aufgeschnitten und wieder fein vernäht. Wenn ihr erwachsen seid, wird die Obrigkeit auch mich wieder zur Arbeit heranziehen und natürlich auch euch, wie es sich für ein erfülltes Rattenleben gehört.“
„Aber das ist ja unerträglich!“ sagte der Sohn mit der grauen Schulter „Niemals, niemals werde ich das mitmachen!“
„Aber was willst du denn tun?“ fragte die Mutter.
„Eigentlich nichts“, sagte der Sohn, „allenfalls in der Welt umherlaufen und mit den anderen Ratten reden oder unter dem Infrarotstrahler liegen und nachdenken.“

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