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Schatten an der Wand

Dunkle Nacht, doch unglaublich schön,

zu zweit durch Kulmbachs Straßen zu gehn`.

Stille rings um sie her,

was will ein verliebtes Pärchen mehr?

Doch plötzlich, welch ein Schreck,

an einer Kirchenmauer zeigt sich ein dunkler Fleck.

Klar zu sehen sind plötzlich zwei Gestalten,

die sich in den Armen halten.

Keine lebendigen Wesen, doch die Silhouette zeigt genau,

es handelt sich um einen Mann und eine Frau.

Gespenstisch stellt sich die Szene dar

und das Pärchen ahnt schon die Gefahr.

Plötzlich greift er an ihre Kehle

und schon entschwindet ihre Seele.

Glitzernd steigt sie auf ins Firmament,

bis man sie nur noch als Stern erkennt.

Sprachlos steht das junge Paar;

sie fragen sich, was hier wohl geschah.

Waren es Menschen aus einer früheren Welt,

deren tragische Geschichte hier das Schattenspiel erzhält?

Finden ihre Seelen keinen Frieden

und müssen sich deshalb weiter bekriegen?

Ist, solange die Moritat nicht aufgeklärt,

ihnen die himmlische Pforte verwehrt?

Doch plötzlich schlägt die Turmuhr zu

und die Schatten kommen zur Ruh.

Wie Schuppen es dem Paar von den Augen fiel:

was sie sahen, war ihr eigenes Liebesspiel!

 Juli 2017

Lieselotte Bieley

TEXT  DES  ABENDS

Juli 2017

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