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Ilse Pfitzner

Erinnerungen an ein halbes Leben

“Du kannst der Wirklichkeit nicht entrinnen.“

Die im Sudetenland 1925 geborene Autorin konnte die gewaltsame Vertreibung aus ihrer Heimat nicht vergessen.

In Oberfranken war sie als Lehrerin 35 Jahre tätig. Erst als Witwe schrieb sie für ihre drei Kinder und sechs Enkel ihre Lebenserinnerungen auf. So entstanden sechs Abschnitte, in denen friedliche Kindheit und grausame Nachkriegserlebnisse geschildert werden.

Außerdem gelangen der Hobby-Autorin einige Rahmennovellen, die autobiographische Züge tragen.

pflitzner

 

Ein Traum

Ein Traum
ist wie Schaum, doch unwirklich –
so zart, so zärtlich
wie ein Streicheln, ein flüchtiger Kuss,
wie ein Sommerwind,
wie Blütenstaub so lind,
aber nur Phantasie!

Wirre Gedanken oft,
teils düster, dunkel, gefährlich,
voller Bedrohnis, unheimlich,
voller Leid, voller Pein,
längst vergessene Erlebnisse,
früher erlebte Ängste können es sein.

Beim Erwachen zerrinnt er,
der Traum, wie Nebelschwaden im
unendlichen Raum –
zieht ins dunkle Vergessen.
Du erinnerst dich kaum,
willst ihn halten und deuten. –
Doch vergebliches Sinnen!
Du kannst der Wirklichkeit
nicht entrinnen.

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